SEBASTIAN
DIESNER
ARCHITEKT
Sebastian Diesner · Architekt
Als Steinmetzmeister und Architekt verbinde ich konstruktives Denken mit gestalterischer Haltung.
Mein Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung und Sanierung von Bestandsgebäuden mit Respekt vor Bauweise, Geschichte und Ort. Ich entwickle tragfähige Konzepte für bestehende Gebäude und koordiniere Bauprojekte von der ersten Idee bis zur Ausführung.
Mein Ziel ist eine verlässliche und nachvollziehbare Umsetzung im Rahmen der finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten des Auftraggebers.
Seit 2017 bin ich als angestellter Architekt im Landeskirchenamt der Evangelisch-Reformierten Kirche in Leer (Ostfriesland) tätig. Seit 2026 arbeite ich zusätzlich freiberuflich.
Schwerpunkte:
- Machbarkeitsstudien für Bestandsgebäude
- Entwicklung tragfähiger Nutzungsanpassungen
- Planung kleiner Eingriffe zur funktionalen Verbesserung
- Zielfindung und nachvollziehbare Begleitung von Entscheidungsprozessen
- Abstimmung mit Behörden und kirchlichen Gremien
- Sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz
Von 2011 bis 2016 war ich als Projektarchitekt in Stuttgart tätig und bearbeitete Projekte im Team in allen Leistungsphasen der HOAI.
Was ich dort gelernt habe:
- Fachübergreifende und integrative Zusammenarbeit in Teams
- Koordination von Fachplanungen und ausführenden Gewerken
- Kosten-, Qualitäts- und Terminsteuerung
- Strukturierung komplexer Bauabläufe
- Lösungsorientiertes Handeln in der Ausführungsphase
- Architekturstudium an der Hochschule für Technik Stuttgart
- Auslandssemester an der CEPT-University Ahmedabad, Indien
- Meister im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, Meisterschule Freiburg im Breisgau
- Ausbildung zum Steinbildhauer, Mainz
- Eingetragen in der Architektenkammer Niedersachsen
Haus B in Leer
Hofhaus 1960er
Der klassische Garten eines Einfamilienhauses umgibt das Haus. Beim Hofhaus ist es umgekehrt. Das Hofhaus ‚B‘ ist ein eingeschossiges Wohnhaus, das sich an einen geschützten Innenhof organisiert. Die Wohnräume öffnen sich einseitig zu einem privaten Hof, der wie ein grünes Wohnzimmer funktioniert. Das Haus umgibt den Garten. Der Hof ist dabei das Herzstück: windgeschützt, von innen gut einsehbar und vielseitig nutzbar.
Die Siedlung ist in den 1960er Jahren als Teppichsiedlung mit dichter und überwiegend eingeschossiger Bebauung ausgebildet. Die Häuser sind kleinteilig in Reihen angeordnet und bilden eine flächige Struktur. Die Erschließung erfolgt über randseitige Straßen und Stellplatzflächen, während das Innere durch ein Netz aus Fußwegen erschlossen wird. Das Quartier bietet ruhige, geschützte Wohnbereiche mit klarer Trennung von Verkehr und Aufenthalt sowie einer engen Verzahnung von gebautem Raum und privaten Freiflächen. In der Nachbarschaft gibt es einen Supermarkt, somit ist die Nahversorgung fußläufig erreichbar. Die Innenstadt ist fünf Fahrradminuten entfernt, der Bahnhof zehn Fahrradminuten.
Umbau und Modernisierung mit dem Ziel, einen zeitgemäßen, seniorengerechten Lebensraum für zwei Personen zu schaffen – ergänzt durch flexible Nutzungsmöglichkeiten für regelmäßige und spontane Familienbesuche.
- Altersgerechte Anpassung der Grundrissstruktur
- Schwellenarm, klare Wegführung und Raum für Gehhilfen
- Aufwertung von Lichtführung und Aufenthaltsqualität
- Material- und Farbkonzept mit ruhiger, langlebiger Anmutung
- Verwendung ökologischer Baustoffe
- Privatheit trotz dichter Bebauung
- Autofreie Erschließung
- Fließende Übergänge zwischen Innen und Außen im Wohnbereich
- Langer, flacher Baukörper mit einer geschlossenen und einer offenen Seite
- Zwei Tageslichtspots auf der Westseite des Daches bringen nachmittags Sonnenlicht in Flur und Bad
- Wandheizung im Wohnzimmer sorgt für gleichmäßige Strahlungswärme
- Hoher Anteil an Eigenleistung des Bauherrn
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